CRO – tru.

CRO - tru. /Chimperator

Nach den zwei großen Single-Veröffentlichungen des Album, letztendlichen, tru. merkt man auf was Cro eigentlich hinaus wollte. Die zwei Singles waren nur ein wahres Trüffel-Sammeln. Ich möchte behaupten, dass das vielleicht nur die wahren Tracks sind, die wirklich etwas Bedeutung haben. Doch das Fazit möchte ich jetzt noch nicht einleiten. Das Album gibt doch noch etwas mehr her als nur eine Plastik-Maske. 

Hier die Beiträge zu den zwei Singles "Baum" und "Unendlichkeit". 

CRO-Unendlichkeit
CRO - Unendlichkeit

CRO-Baum-Cover-Single
CRO-Baum-Single

Abstrakte Individualität des Carlo tru.

Die Singles sind schon sehr abgedreht und das ganze Album wird eher als Kunst-Hörspiel bearbeitet. Keiner der Tracks hat einen waren Punkt bzw. ein großartiges Thema. Es geht irgendwie immer um abgefahrene Gedanken, die in Cro´s Gehirn herumspuken. Teilweise kommt man gar nicht wirklich hinterher. Es geht durchgehend um Lovestory´s von Cro. Man muss sich das Ganze nicht vorstellen wie ein Liebeslied, sondern ein komisches Gemälde aus Frauen oder Blickweisen von Arten von Frauen, die Cro kennt oder begegnet ist. In einem Track "paperdreams" geht es hauptsächlich um eine Vorstellung, die Cro von einer Frau hat. Wildes Erfinden ist an der Tagesordnung.

Kunstmittel oder Faulheit?

Als Hörer werde ich sauer, wenn ich schon auf Tracks keinen Titel finde oder nicht sauber an der Stelle gearbeitet wurde. Jeder Hörer sollte wissen wie der Name von diesem Song ist, egal welche Musikrichtung, doch viele nehmen es nicht ernst, die Musik, die sie machen ordentlich zu beschriften. Sehr viele Künstler machen es einfach nicht. Ich frage mich nur warum?

Beispiel: Ich kaufe ein Auto und brauche das Handbuch, doch in dem Handbuch steht nichts drin, dass mir etwas über das Auto erklärt oder benennt. Genau, so bei Alben oder Musikdateien.

Nur warum spreche ich es bei Cros Album an? Nicht nur das Album von der Musik ist durcheinander, sondern auch die Tracklist ist ein großer Buchstabenhaufen. Ich weiß nicht ob es ein Stilmittel sein soll, dass man nicht wirklich weiß wie ein Track heißen soll.

Cro - tru. - Swag ohne roten Faden

Cro hat bei diesem Album wirklich nur nach Lust und Laune sein Album produziert. Das ganze Album ist nicht darauf aus ein Erfolgs-Hit, wie die Vorgänger zu werden, sondern wirklich nur freie Gedanken auf einem Album verpackt. Gedanken sind frei, deswegen ist alles auch ein wenig ins Nichts geraten. Es hört sich alles nach einem Track an. Die Melodie ist stimmig und die Reime sitzen trotzdem fehlt einfach der Inhalt, den der Hörer vielleicht erst einmal von Rap gewohnt ist. Eine Message oder inspirierende Wort gibt es kaum. Man kann viel hineininterpretieren, doch es bleibt halt ein Kunstgemälde, wenn man sich es visuell vorstellen möchte. Lobend muss man aber erwähnen, dass aus diesem gesamten Gedanken-Fischen eine Summe von 20 Tracks entstanden ist. Für ein einzelnes Album ohne Bonus CD ist es sehr viel. Wegen dieser Masse an Kompositionen musst ich beim Hören einmal unterbrechen, weil irgendwann die Aufmerksamkeit und Konzentration schwächer wurde. Das Album am Ende ist nur ein kleines ok. und kein tru.