Das Ding mit Interviews

Interview Chance the Rapper
Interview mit Chance The Rapper | Steht nicht im Zusammenhang mit dem Text!

Ich bin ein großer Fan von Interviews. Interviews verschaffen den Fans der Musiker eine andere Ansicht. Die Ansicht eines Künstlers, der wirklich schon alles, scheinbar unmögliche, geschafft hat. Egal ob in den Tracks oder Musikvideos scheint es mir immer, als wenn dieser Mensch, der den Künstler verkörpert, über dem Hörer steht. Es ist das ganz große Bild der Bühne in meinem Kopf, wenn ich einen Track höre. Der Rapper steht oben auf der Bühne und schaut auf die leere Masse und wird gefeiert wie ein mächtiges Wesen. Der Gedanke ist interessant, weil mir aufgefallen ist, dass für viele Fans Interviews wichtig sind, weil Interviews den Rapper mit den Fan auf eine Augenhöhe bringen.

In einem Interview zieht man dem Rapper, Künstler das Scheinbild/Kostüm aus. Zumindest bei einigen Künstlern schafft man diesen Effekt. Leider wird es immer schwerer dieses Ergebnis zu erreichen. Meiner Meinung nach gibt es Künstler, die ihren Style zu sehr verkörpern und sich zu sehr als die Übermenschen hinstellen. Beispiele werden in diesem Blog-Eintrag ausfallen, weil ich niemanden wirklich zu 100% einfügen kann. 

Natürlich ist ein Grund, warum wir immer einen Musiker als ganz besonderen Menschen auftrumpfen, die Medien, die den Künstler, den Fans vorstellen. Ganz viele Zahlen, Geschichten und auch materielle Dinge, werden dem Fan entgegen geschmissen und dieser soll am besten die größten Augen machen.

Eine Erkenntnis hatte ich Mal bei einem Interview, in welchem weiß ich leider nicht mehr, dass ein Künstler genau so auf einer Ebene steht wie ich selbst auch. Messwerte, wie Verdienst & Erfolg verschwinden seit dem in meinem Kopf. Mir ist es egal wie groß der Erfolg ist, mir ist wichtig was in meinem Ohr ankommt und durch mein Gehirn geht. Dieses Gefühl, dass man hat wenn man seinen Lieblings-Track hört, kann man nicht erreichen wenn der Rapper mit einer Goldkette vor meinen Augen rum schwingt!

Die normale Stimme und den Menschen in Interviews

Bushido ist das perfekte Beispiel, dass ein Künstler anders bei einem Interview ist als auf der Platte, die man von ihm hört. Die Stimme ist in einem Track immer sehr gehoben, voluminös, beinah „bosshaft„. Bei einem Interview ist die Stimme ganz anders und normal und man erkennt endlich wieder den Menschen. Ein weiteres Beispiel ist auch Kollegah, wenn wir schon das Wort „bosshaft“ in den Text schreiben. Er ist dafür bekannt, dass er reinen „Image-Rap“ betreibt und kein Wort von dem Zuhälter-Leben wahr ist. Schönes und reines Entertainment ist das Schema von Kollegah´s Tracks. Kollegah´s Interviews sind immer sehr sympatisch und vernünftig, zumindest heutzutage prallt er nicht mehr so heftig mit dem Boss Image.

Ein Fakt, der den Künstler Mensch werden lässt sind beantwortete Fragen oder einfach nur kurze normale Geschichten aus dem Alltag.

Wie beeinflusst ein Interview die Musik?

Seitdem ich es ausschalte, was der Rapper hat oder erlebt, kann ich die Musik in einem ganz anderen Winkel betrachten, somit auch für mich anderes bewerten. Das Bewerten ist sehr wichtig, weil es das Endbild in unserem Kopf hinterlässt und zwischen gut und schlecht unterscheidet.

Interviews sind nicht immer der Schalter, der den blendenden Scheinwerfer ausschaltet. Manchmal ist es sogar anders herum. Der Scheinwerfer wird erst durch das Interview umgelegt und blendet den Hörer so sehr, dass es die Bewertung beeinflusst. Meiner Meinung nach ist genau das der Fall, bei ganz vielen Rappern heutzutage. Wieder möchte ich keine Namen nennen, ich kann nur sagen, dass es hauptsächlich den amerikanischen Markt größtenteils abdeckt.

Lil Uzi Vert Interview
Lil Uzi Vert Interview | Steht in keinem Zusammenhang mit dem Beitrag!

 

Post Author: Beamy

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